MYTHEN UND HALBWAHRHEITEN

Rodents love cheeseÜber die Jahre hinweg haben die Medien alle möglichen Geschichten über Nager verbreitet. Im Zeitalter der Informationstechnologie lassen sich Informationen einerseits schnell übermitteln, andererseits führen Internet und schlecht recherchierte Artikel zu Fehlinformationen.

Erfahren Sie mehr über Mythen, Missverständnisse oder Halbwahrheiten, die häufig über Nagetiere in die Welt gesetzt werden.

  • Mäuse

  • Ratten

Mäuse:

Mäuse:

MYTHOS: Mäuse fressen am liebsten Käse (ein toller Köder)
TATSACHE: Dieser Mythos ist sehr löchrig. Die übliche Nahrung der Maus besteht aus Sämereien und Früchten. Mäuse mögen Käse nicht wirklich, obgleich sie ihn fressen, wenn sonst nichts da ist. Als Köder sind Erdnussbutter, Schokolade und Wurst, wie z.B. Speck besser geeignet.

MYTHOS: Mäuse haben keine Harnblasen.
TATSACHE: Natürlich haben Mäuse und Ratten Harnblasen. Sie urinieren relativ häufig im Vergleich zu größeren Säugetieren.

MYTHOS: Katzen oder Hunde können den Mäusebefall bekämpfen
TATSACHE: Katzen sind die naturlichen Fressfeinde von Mäuse und Ratten und jagen und töten diese, aber gegen einen großen Nagetierbefall kommen sie nicht an, es sei denn, Sie halten mehr als 3 Hauskatzen.

MYTHOS: Mäuse wachsen zu Ratten heran
TATSACHE: Obgleich sie eng verwandt sind, handelt es sich bei Ratten und Mäusen um verschiedene Spezies.

MYTHOS: Ich habe nur eine Maus
TATSACHE: Wahrscheinlich gibt es mehr als eine Maus in Ihrem Heim. Mäuse pflanzen sich rasch fort. In stabilen Umgebungen mit ausreichend Nahrung, Wasser und Schutz vermehren sich Mäuse das ganze Jahr über. Eine einzelne weibliche Maus kann tatsächlich bis zu 60 Nachkommen jährlich auf die Welt bringen.

MYTHOS: Mäuse brauchen Wasser zum Überleben
TATSACHE: Wasser ist für das Überleben einer Maus nicht erforderlich. Üblicherweise können sie ihren Feuchtigkeitsbedarf über die Nahrung decken; sogar aus trockenem Getreide.

MYTHOS: Mäuse laufen auf Nahrungssuche durch das gesamte Haus.
TATSACHE: Mäuse erforschen nur einen beschränkten Heimbereich – circa 10 m von den Nestern entfernt. Ein Grund dafür, warum der Schlüssel zu einem erfolgreichen Fang der beim Standort liegt.

MYTHOS: Mäuse fressen den Köder und gehen zum Sterben nach Draußen
TATSACHE: Es gibt keine Beweise dafür, dass Nagetiere Gebäude auf der Suche nach Wasser verlassen und draußen sterben, obgleich das sehr praktisch wäre. Außerdem hat es niemals einen Köder für Nagetiere gegeben, der den Verwesungsgeruch verhindert hätte, wenn ein Tier drinnen stirbt. Die meisten Nagetiere sterben in ihren eigenen Nestern.

Ratten

Ratten:

MYTHOS: Eine, zwei... neun... Ratten pro Person
TATSACHE: Niemand weiß, wie viele Ratten pro Mensch in einer Stadt existieren. Das reicht vielleicht von null bis zu mehreren Dutzend Ratten pro Person, je nach Gebiet. Wir können nur mit Sicherheit sagen, dass es Dutzende oder Millionen Ratten in einer beliebigen Stadt geben kann; es kommt nur auf die Umgebungsfaktoren an.

MYTHOS: Kanalratten und Wanderratten unterscheiden sich
TATSACHE: Wanderraten können auch als „Kanalratten“, Flussratten, Hausratten, Straßenratten etc. bezeichnet werden. Einige Menschen nehmen fälschlicherweise an, dass dies verschiedene „Sorten“ von Ratten sind.

MYTHOS: Ratten müssen nagen, da ihre Zähne sonst immer weiterwachsen
TATSACHE: Stimmt nicht. Ratten bewahren die Schärfe der Nagezähne, indem sie mit den unteren Nagezähnen gegen die oberen mahlen. Das Nagen an Gegenständen ist nicht zwingend notwendig, obwohl das Nagen das Schleifen der Zähne unterstützt.

MYTHOS: Ratten so groß wie Straßenkatzen
TATSACHE: Die Wanderratten, die in Kanälen leben, sind nicht unbedingt größer als ihre Kohorten, die Gassen oder Sträucher in Parks über der Erde bevölkern. Sie könnten in der Tat auch kleiner ausfallen. In umfangreichen Studien der Kanalratten von London wog die schwerste Ratte, die eingefangen wurde, über 400 Gramm. Auf Bauernhöfen und in deren Umgebung wurden jedoch schon größere Ratten beobachtet. Die schwerste Wanderrate, die jemals gemeldet wurde, hatte nahezu das doppelte Gewicht.

MYTHOS: Die Rattenmutter lehrt ihre Jungen, Fallen und Gifte zu umgehen
TATSACHE: Junge Nagetiere vermeiden Objekte und Nahrungsmittel ganz einfach, indem sie nach der Entwöhnung ihrer Mutter folgen. Wenn die Mutter an einer Falle oder einem Köder vorbeiläuft, wird auch die junge Ratte diese Dinge nicht beachten. Die Mutter hat die bestückten Fallen vielleicht nicht beachtet, weil noch attraktivere Quellen vorhanden sind oder weil sie neuen Dingen gegenüber ängstlich ist.

MYTHOS: Ratten sind aggressiv und greifen Kinder und Haustiere an
TATSACHE: Einige Ratten kämpfen, wie viele andere wilde Tiere auch, wenn sie provoziert und in die Enge getrieben werden. Doch die meisten Ratten greifen Menschen nicht einfach so an. Sehr kleine Babys, ans Bett gefesselte alte Menschen und Obdachlose, die in Eingängen und Gassen schlafen, können gelegentlich ohne Provokation von Ratten gebissen werden. Diese Gruppe von Menschen überraschen die Ratten möglicherweise im Schlaf; die Ratten versuchen dann die Nahrungsreste von Händen und vom Gesicht zu lecken und zu knabbern.

MYTHOS: Kanalratten sind mutiert - blind und ungewöhnlich groß
TATSACHE: Die Wanderratte, die in Kanälen lebt, ist weder blind noch ungewöhnlich groß.

MYTHOS: Bauarbeiten bringen Ratten dazu, aus den Kanälen zu fliehen
TATSACHE: Stimmt nicht. Ratten lassen sich überwiegend von Straßenbauarbeiten über der Erde nicht stören. Sie verlassen nie ein geeignetes Abwassersystem, sofern ihre Bauten nicht direkt ausgegraben werden.